Freddies Top-Tipps zum Blumen Konservieren
Hast du dich schon einmal so sehr in eines deiner Blumenarrangements verliebt, dass du es länger behalten wolltest, als es in der Vase hält? Unsere „Von der Knospe zur Blüte“-Methode garantiert zwar schon eine lange Lebensdauer an sich, doch was wäre, wenn du sie weiter verweigen könntest? Wir zeigen dir ein paar Methoden, wie genau das geht – und wie du deine Blumen mit etwas Kreativität ganz neu in Szene setzen kannst.
Je nachdem, wie du deine Blumen präsentieren oder verwenden möchtest, gibt es ein paar Methoden, die nicht nur Spaß machen, sondern auch dafür sorgen, dass sie lange halten. In diesem kleinen Guide erfährst du, wie du deine Blumen zu Hause am besten haltbar machst, zum Beispiel durch Trocknen oder Pressen.
Blumen trocknen
Eine der bekanntesten Methoden, Blumen haltbar zu machen, ist das Trocknen. Das eignet sich perfekt für Trockenarrangements. Du kannst sie ganz ähnlich zusammenstellen wie frische Blumen, mit dem einzigen Unterschied, dass du dich nicht um Wasser und Blumenfutter kümmern musst.
Wichtig ist vor dem Trocknen zu wissen, dass nicht alle Blumen gleich gut geeignet sind. Suche deshalb Sorten aus, die Form und Farbe gut behalten, damit du lange Freude an deinen Trockenarrangements hast. Hervorragend eignen sich zum Beispiel Strandflieder oder Kängurupfote, da sie ihre Blütenform bewahren und nicht an Farbintensität verlieren. Schön sind auch eher holzige Zweige wie Korkenzieherweide. Sie verleihen deinem Arrangement mehr Höhe und Dramatik.
Wie man Blumen trocknet
Zum Trocknen aufhängen
Am einfachsten gelingen Trockenblumen, wenn du die Stiele kopfüber aufhängst und sie eine Weile an der Luft trocknen lässt. Das ist super simpel und erfordert kein spezielles Zubehör – du brauchst nur eine Möglichkeit, sie aufzuhängen. Etwas Geduld schadet natürlich auch nicht (und etwas Schnur zum Binden der Arrangements). Am besten lässt du sie mindestens 2–3 Wochen hängen, damit sie wirklich vollständig getrocknet sind.
Positiver Nebeneffekt: Schon während sie trocknen, sehen die Arrangements einfach toll aus und versprühen einen gewissen Charme, egal wo du sie platzierst.
Mit Silica-Gel trocknen
Eine andere Möglichkeit, deine Blumen zu trocknen, ist mithilfe von Silica-Gel. Wenn du es besonders eilig hast und nicht ein paar Wochen warten möchtest, ist das eine schnelle Methode für tolle Ergebnisse. Dafür ist allerdings etwas mehr Ausrüstung nötig, wie zum Beispiel das Silica-Gel selbst. Das bekommst du online, im Bastelladen oder im Baumarkt. Außerdem benötigst du einen luftdichten Behälter.
Der Vorteil bei dieser Methode: Empfindlichere Blüten wie Chrysanthemen, Hortensien oder Rosen behalten ihre Form und Farbe besser, was beim einfachen Lufttrocknen nicht unbedingt der Fall wäre.
Methode
- Gib das Silica-Gel in deinen Behälter, sodass eine etwa 2 bis 5 Zentimeter hohe Schicht entsteht.
- Lege die Blüten auf die Schicht und achte darauf, etwas Platz zwischen ihnen zu lassen.
- Gieße vorsichtig weiteres Silica-Gel nach, bis deine Blumen vollständig bedeckt sind. Achte darauf, sie dabei nicht zu zerdrücken.
- Verschließe den Behälter und stelle ihn für mindestens eine Woche an einen kühlen, trockenen Ort. Manche Blumen brauchen länger, schau also unbedingt zwischendurch nach.
- Wenn du die Blumen herausnimmst, bürste vorsichtig überschüssige Kristalle ab.
Blumen pressen
Eine weitere tolle Möglichkeit, deine Blumen länger zu genießen, ist das Pressen. Diese Methode eignet sich wunderbar, um alle möglichen Bastelprojekte mit floralem Flair zu versehen – sei es für Kollagen, Scrapbooking, dein eigenes botanisches Tagebuch oder zum Beispiel für ein selbstgemachtes Lesezeichen. Dabei gibt es viele verschiedene Techniken, Blumen zu pressen. Wir stellen dir hier die gängigsten vor.
Flach pressen
Der einfachste Weg ist, deine Blumen einfach flach zu pressen. Wenn du ein echter Profi bist, hast du vielleicht schon eine Blumenpresse. Und falls du ein kleiner DIY-Fan bist, findest du online tolle Anleitungen, wie du dir aus ein paar Holzbrettern, Schrauben und Muttern selbst eine basteln kannst. Falls beides nicht auf dich zutrifft – keine Sorge! Ein paar schwere Bücher tun’s auch.
Das A und O beim Pressen ist, alles richtig zu schichten. Wir empfehlen Karton und saugfähiges Papier in dieser Reihenfolge: Karton als Basis, dann Papier, deine Blumen, gefolgt von einer weiteren Schicht Papier, und dann die nächsten Lagen nach demselben Prinzip. Wenn du eine Presse benutzt, ziehe sie alle paar Tage etwas nach. Bei Büchern kannst du einfach nach und nach noch schwerere Exemplare oben drauflegen.
Bügeln
Sollte es mal schneller gehen, bietet sich auch ein Bügeleisen an, um deine Blumen zu pressen. Du brauchst dafür ein Bügeleisen, ein Bügelbrett und fettdichtes Papier, wie zum Beispiel Backpapier. So funktioniert’s:
- Press deine Blumen vorher ein wenig mit schweren Büchern vor, damit sie etwas flacher werden.
- Heize dein Bügeleisen auf und achte darauf, keinen Dampf zu verwenden. Das Ziel hier ist, die Feuchtigkeit zu entziehen.
- Lege deine Blumen auf das Backpapier und decke sie dann mit einem weiteren Blatt Backpapier ab.
- Halte das heiße Bügeleisen für rund 10 Sekunden fest auf die Blumen, ohne es zu bewegen. Nimm es dann zwischendurch immer mal wieder kurz weg.
- Wiederhole den Vorgang so lange, bis du kein Zischen mehr hörst und die Blumen sich fest und trocken anfühlen.
Hoffentlich hilft dir diese kleine Anleitung dabei, deine kreativen Ideen umzusetzen und deine Lieblingsblumen und -arrangements noch lange zu genießen. Mit getrockneten Blumen kannst du unglaublich viele tolle Sachen zaubern!
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